Umzug in der Schwangerschaft

Schwangere sollte sich möglichst schonen und Stress vermeiden. Aber wie soll man das umsetzen, wenn genau während der Schwangerschaft der große Umzug ansteht? Auch bei uns war das so und unser Hausbau neigte sich zwei Monate vor der Entbindung dem Ende. Einerseits war ich froh, dass endlich unser Traum wahr wurde und wir in die eigenen vier Wände ziehen. Andererseits hatte ich auch großen Respekt vor der vielen Arbeit und dem Stress den ein Umzug mit sich bringt. Da ich in der 28. Woche bereits Vorwehen, wegen der vielen Arbeit, Corona Zeit mit der Großen daheim und dem Hausbau, hatte, musste ich mich noch mehr zurück nehmen, als ohne hin schon. Denn nichts ist Wichtiger, als dass der kleine Bauchbewohner bis zum Ende entspannt in seinem wohligen Zuhause bleibt.

Tipp 1: Rechtzeitig mit dem Packen beginnen

Was sich bei mir bewahrt hat, aber ich noch früher hätte machen sollen, ist rechtzeitig anfangen. Ich habe schon Wochen vor dem Umzug mit dem Packen begonnen. Da der Mann jeden Tag mit dem Hausbau beschäftigt war, war in dem Punkt leider keine Unterstützung von ihm zu erwarten. Ich habe mich also rechtzeitig um ausreichend Umzugskartons gekümmert und nach und nach jeden Tag ein bis zwei Kisten gepackt. Niemand wird vorher in eurer Wohnung ein bisschen Deko oder viele Bücher vermissen. Daher fande ich es nicht schlimm, dass die Wohnung nach und nach leerer wurde. Mein Tipp an euch: habt lieber zu viele Umzugskartons als zu wenige! Ich musste am letzten Tag vor dem Umzug nochmal zehn neue Kartons organisieren, was alles andere als entspannt war. Und auch die Umzugshelfer werden es euch danken, wenn nicht alle schweren Bücher in einem Karton sind, sondern verteilt auf mehrere Kartons.

Für die letzte Woche vor dem Umzug habe ich mir nur das Kinderzimmer, die Küche und unseren Kleiderschrank aufgehoben. Die Große sollte sich möglichst noch heimelig fühlen, ohne dass ihr Kinderzimmer schon halb leer ist und die Küche und den Kleiderschrank brauchten wir noch täglich. Im Nachhinein war aber das noch zu viel und ich hätte zumindest schon früher die Winterkleider - wir sind im Sommer umgezogen - packen können. Und auch im Kinderzimmer einige Sachen mit denen nicht so regelmäßig gespielt oder in der Küche Geschirr was nicht täglich genutzt wird. Aber gut, aus seinen Fehlern lernt man und das war nun hoffentlich der letzte Umzug in unserem Leben.

Tipp 2: Kümmert euch rechtzeitig ums Ausmisten

Da bei uns früh klar war, dass wir uns einige Möbel neu kaufen werden, mussten wir die alten Möbel ausrangieren. Meinem Mann wollte ich neben dem Hausbau ersparen, noch mehrmals zum Sperrmüll fahren zu müssen. Daher habe ich frühzeitig viele Sachen bei ebay Kleinanzeigen eingestellt. Entweder zum verschenken oder verkaufen. So musste keiner von uns die Sachen die drei Etagen runtertragen, noch sie entsorgen und jemand anderes konnten wir damit noch glücklich machen. Die großen Sachen die wir bis zum Ende aber noch brauchten, wie die Couch beispielsweise, habe ich mit dem Abholdatum vor dem Umzugstag eingestellt. Auch das hat wunderbar funktioniert. Und so musste sich niemand um das Schleppen der alten Sachen kümmern.

Auch das Aussortieren habe ich frühzeitig begonnen. Ich bin eher der Typ - alles was ich länger nicht gebraucht oder vermisst habe, kann weg. Ich bin da relativ radikal beim Aussortieren. Mein Mann ist eher der Typ - ich hebe alles auf, das kann ich nochmal gebrauchen. Daher habe ich das Ausmisten übernommen, ihm Abends einen Karton hingestellt, wenn er von der Baustelle kam, den er durch gucken sollte und ihm beim aussortieren geholfen. Die Müllsäcke mit dem weggeworfenen Sachen konnte er dann morgens immer mit runter nehmen, sodass mir auch hier das Tragen erspart blieb.

Tipp 3: Gönnt euch Ruhepausen

Neben dem Ganzen Packen und Ausmisten solltet ihr immer ausreichend Ruhephasen einplanen. Ich habe meist ein oder zwei Kartons gepackt, je nachdem wie schwer die Sachen darin waren und dann eine Pause gemacht. Euer Rücken wird es euch danken. Meistens habe ich meinem Bäuchlein dann mindestens eine halbe Stunde Ruhe gegönnt und die Beine hochgelegt.

Beim Packen ist es außerdem ratsam den Umzugskarton etwas erhöht zu stellen, sodass ihr euch nicht so tief bücken müsst. Geht außerdem in die Knie und beugt euch nicht einfach vorn über. Wenn ihr in eurer Schwangerschaft schon weiter voran geschritten seid, wird das ohnehin immer schwerer sein.

Auch ich hatte in der letzten Woche mit dem Rücken zu kämpfen, sodass der Ischias Schmerz bis in den Po zog. Geholfen hat bei mir Wärme, viel Ruhe und die Beine rechtwinklig hochlegen, das entspannt den unteren Rücken. Und mir immer wieder sagen: mute dir nicht zu viel zu. Auch wenn man gerne möchte, körperlich kann man einfach nicht mehr so viel tun, wie vor der Schwangerschaft. Auch daran muss man sich erst gewöhnen.

Tipp 4: Um Hilfe bitten

Das Wichtigste bei einem Umzug als Schwangere ist wohl, scheut euch nicht um Hilfe zu beten. Auch wenn es euch selbst lächerlich erscheint - so ging es mir oft, dass kleine Teil selber tragen zu können - bittet andere um Hilfe. Eine Freundin hat mir beispielsweise alle 50 Umzugskartons in die dritte Etage in die Wohnung getragen, da der Mann auf der Baustelle war. Das hätte ich nie allein geschafft.

Für den Umzugstag selber holt euch ausreichend Umzugshelfer und große Autos oder Autos mit einem Anhänger. Wir haben uns Freunde und Familie an dem Tag eingeladen und alle kamen mit ihren Autos. Da ich gar nichts tragen sollte, wegen den Vorwehen die ich schon mal hatte, war es mein Job am Umzugstag einfach nur im Sessel zu sitzen und alle zu beobachten wie sie rauf und runter rennen. Ihr könnt euch vorstellen, wie nutzlos ich mich gefühlt habe. Als wir dann im Haus waren ging es, da konnte ich alles dirigieren, wo was hin soll und was vielleicht schon aufgebaut und ausgepackt werden kann. Am Ende hätten wir aber noch mehr Freunde um Hilfe beten sollen, dann wäre es für die Anderen entspannter gewesen.

Um die Versorgung der Umzugsghelfer musste ich mich zum Glück auch nicht kümmern. Unsere Eltern haben am Umzugstag Würstchen, Nudelsalat und Bouletten mitgebracht und Getränke hatte der Mann vorher gekauft. So konnten wir alles aufteilen, ich musste mich um den Part gar nicht kümmern und alle waren dennoch versorgt.

Alternative: Ein Umzugsunternehmen

Alles in allem war der Umzug mit der Schwangerschaft gut zu meistern. Auch wenn ich noch mehr früher hätte einpacken können und am Umzugstag selber mehr helfende Hände entspannter gewesen wären. Der Umzugstag selber war super entspannt, da mich sowieso niemand etwas tragen lassen wollte und alles gut organisiert war.

Für alle die es aber ganz stressfrei wollen, wäre ein Umzugsunternehmen sicherlich eine gute Alternative. So spart man sich das viele Kisten schleppen und braucht nicht extra Helfer um die Sachen zum neuen Wohnort zu transportieren. Es gibt außerdem Unternehmen, die selbst das Packen der Sachen in der alten Wohnung übernehmen und gleich runtertragen. Das wäre natürlich der entspannteste Weg in der Schwangerschaft den Umzug zu meistern. Allerdings lassen sich die Umzugsunternehmen ihre Arbeit auch gut bezahlen und sind meist nicht günstig.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir unseren Umzug mit der Schwangerschaft gut gemeistert haben und jetzt endlich in unseren vier Wänden ankommen können. Ich wünsche euch viel Glück bei eurem Umzug und dass es entspannt wird für euch und euren kleinen Bauchbewohner ♥

Eure Elisa

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