Der ADAC Kindersitztest Herbst 2022

Herbstzeit bedeutet auch Testzeit - nein kein Coronatest- der halbjährlich stattfindende Kindersitztest von ADAC hat wieder stattgefunden und es ist überraschendes dabei herausgekommen. Von 20 getesteten Kindersitzen wurde nur ein Kindersitz mit der Note „mangelhaft" eingestuft, alle anderen Kindersitze haben den ADAC-Test mit einer Testnote von „befriedigend" bis „gut" bestanden. Doch bevor wir dir verraten, welche Sitze dies sind, möchten wir erst einmal der Frage nachgehen, welche Kriterien am Kindersitz getestet wurden.

Die Testkriterien

Ein zu eng anliegender Gurt, der in den Hals schneidet. Ein Kindersitz, der aus der Verankerung reißt oder ein Sitz, dessen Bezüge einen zu hohen Schadstoffgehalt aufweisen. Hört sich nicht gut an - sind aber fatale Fehler, die bereits bei ADAC-Tests vorgekommen sind. Damit diese Kindersitze gar nicht erst in dein Auto gelangen, führt der ADAC alle halben Jahre an ausgesuchten Kindersitzmarken einen Test durch.

Diesen Herbst wurden 20 Kindersitze, mit einer Preisspanne von 239,00 Euro - 660,00 Euro, von der Babyschale bis zum Sitz für größere Kinder getestet. Geprüft werden die Sitze dabei auf Sicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffgehalt. Der wichtigste Test ist wohl der berühmte Crashtest, bei dem ein Seitenaufprall und ein Frontalaufprall am Kindersitz durchgeführt wird. Für jedes der 4 Kriterien wird eine Note vergeben. Aus dieser Note, ergibt sich dann die Gesamtnote für den Test. Fällt allerdings ein Kindersitz bei nur einem der 4 Kriterien durch, ist der Sitz aus dem Rennen.

Das Ergebnis

Wie schon eingangs erwähnt, ist der diesjährige Herbsttest des ADAC überwiegen positiv ausgefallen. Nur die Babyschale „Jané Koos i-Size R1 + iPlatform Comfy"  hat sich die Note mangelhaft abgeholt. Der Grund ist der hohe Schadstoffgehalt der Babyschale. Die Tester fanden im Bezug der Babyschale Naphthalin und das Flammenschutzmittel TCPP, die beide als krebserregend gelten.

Die anderen 19 Sitze haben alle Testkriterien bestanden. 8 Kindersitze erreichten das Testurteil „befriedigend", 11 das Urteil  „gut".

Spitzenreiter Bugaboo Turtle Air + Turtle Air Wingbase

Mit einer Gesamtnote von 1,6 überzeugte im ADAC-Test die Babyschale Turtle Air + Turtel Air Wingbase von Bugaboo. Die Babyschale ging in den 4 Kriterien: Sicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffgehalt mit besten Noten aus dem Test hervor. Ein sicherer Sitz, der sich einfach und stabil montieren lässt, urteilt der ADAC.

Doch auch die Babyschale Turtle Air kann mit Stolz aus dem Test gehen. Mit einer Gesamtnote von 2,0 kann die Babyschale ohne Bedenken gekauft werden. Sie hat in allen 4 Bewertungskriterien das Testurteil „gut" erhalten. Für das gute Ergebnis sorgen unter anderen der patentierte Tailor Tech Memoryschaum, der einen optimalen Seitenaufprallschutz mitbringt. Zudem besitzt die Babyschale die sichere i-Size Norm. Doch auch ihre unglaubliche Praktikabilität lässt die Babyschale von Bugaboo zu dem guten Testergebnis kommen. Die Babyschale lässt sich um 360° drehen, das erleichtert dir, das Hineinsetzen und Herausnehmen deines Schatzes. Zudem ist der ultraleichte Kindersitz, als Travelsystem nutzbar, das bedeutet, du kannst mit der Babyschale einfach vom Auto zum Kinderwagen wechseln. Ein weiter Pluspunkt - die Babyschale ist auch für das Flugzeug zugelassen.

Der Britax Römer Kidfix Kindersitz punktet in der Schadstoffbewertung

Als einer der besten Sitze für größere Kinder in der Kategorie 100 - 150 cm, wurde der Britax Römer Kidfix vom ADAC mit der Note 1,8 ausgezeichnet. Der Kindersitz, der sich eher in der unteren Preiskategorie ansiedelt und bis zum 12. Lebensjahr genutzt werden kann, überzeugte mit seinen ausgezeichneten Sicherheitsfeatures, wie der i-Size Norm, dem XP-PAD, der SecureGuard und dem zusätzlichen Seitenaufprallschutz dem SIC. Auch in puncto Handhabung und Ergonomie konnte der Kindersitz von Britax die Tester überzeugen. So brachten die mitwachsende Kopfstütze, die V-förmige ergonomische Rückenlehne und das schlanke Design, dem Kidfix Punkte in die Testnote ein.

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Den Hauptanteil an der Gesamtnote erreichte allerdings das Schadstoffkriterium. Hier erhielt der Kindersitz sogar die Bestnote. Der Kidfix besteht in der Green Sense Kollektion ausschließlich aus 100% recycelten Polyester.

Wir finden, ein Kindersitz, indem man sein Kind gerne setzt!

BeSafe Stretch sorgt für beste Noten im Sicherheitskriteritum

Reabord - Sicherheit bis zum 7. Lebensjahr verspricht der BeSafe Stretch Kindersitz und überzeugte damit die Tester im diesjährigen Herbst ADAC-Kindersitztest. Der Reaborder schloss die Sicherheitsbewertung mit der Note „sehr gut" ab.

Auch die Ergonomie und Schadstoffkriterien konnten mit guten Testergebnissen punkten. Was besonders der mitwachsenden Kopfstütze und der Beinfreiheit, trotz rückwärtsgerichteten Fahrens geschuldet ist. Die langlebigen, recycelbaren Materialien bringen dem Kindersitz im Schadstoffkriterium die Bestnote.

Punktabzüge gab es allerdings in der Handhabung des Sitzes, was dem Reaborder in der Gesamtnote, wahrscheinlich den Sieg verspielte. Schuld daran wird wohl die Gurtinstallation des Sitzes sein, die den Einbau des Sitzes erschwert. Allerdings ist dies, wie wir finden, von deinen Vorlieben beim Einbau abhängig.

Der Maxi Cosi Titan Pro i-Size als Testsieger in der Kategorie der altersübergreifenden Kindersitze

Langlebigkeit und Zuverlässigkeit verspricht der Maxi Cosi Titan Pro i-Size Kindersitz. So ist es nicht verwunderlich, dass der Kindersitz die Tester im aktuellen ADAC-Test in puncto Sicherheit und Ergonomie überzeugte. Den gruppenübergreifenden Sitz kannst du bereits für deinen 15 Monaten alten Schatz benutzen und ihm mit dem Sitz, Sicherheit und Komfort bis zum 12. Lebensjahr schenken. Der Titan Pro- i-Size bietet nicht nur den sicheren i-Size Standard, er verfügt auch über das patentierte AirProtect Sicherheitskissen in der Kopfstütze, die das Risiko von Kopfverletzungen reduziert. Ergänzend dazu bringt der Sitz den Seitenaufprallschutz G-Cell 2.0 mit, der die Kräfte eines Aufpralls von deinem Kind wegleitet. Die mitwachsende Kopfstütze und die ClimaFlow Temperaturregulierung sorgen für Komfort und schenken dem Sitz im Test gute Punkte für das Gesamtergebnis.

Überzeugen konnte der Maxi Cosi Titan Pro i-Size Kindersitz vor allem mit seiner überaus geringen Schadstoffbelastung. Hier konnte der Kindersitz ein „sehr gut" einheimsen.

Lediglich in der Handhabung wurde der Kindersitz mit einer befriedigenden Note bewertet.

Der ADAC-Kindersitztest und seine Wirkung

Wahrscheinlich hast du dich schon mal gefragt, ob die zweimal jährlich stattfindenden Tests auch etwas in den Köpfen der Kindersitzhersteller verändern - das tun sie. Zumindest nach dem Test im Frühjahr 2022. So hat beispielsweise der Hersteller des Testverlierers Linelo Antoon RWF auf das Testergebnis reagiert und den Kindersitz, dessen Bezugsstoff eine hohe Belastung mit Flammenschutz aufwies, nachgebessert. Beim aktuell getesteten Nachfolgemodell Lionelo Antoon Plus wurden keine Schadstoffe im Bezugsstoff gefunden.

Tipps für den Kindersitzkauf vom ADAC

Den richtigen Kindersitz zu finden, ist gar nicht so einfach. Damit du ein gutes Gefühl hast und dein kleiner Schatz eine gute Fahrt, hat der ADAC einige Empfehlungen für dich parat:

  • Informiere dich vor dem Kauf über das Kindersitzangebot, dabei helfen kann der aktuelle ADAC Kindersitztest oder auch die Tests der Vorjahre.
  • Prüfe, wie du den Kindersitz in deinem Auto montieren kannst.
  • Teste vor dem Kauf des Sitzes das Modell zusammen mit deinem Kind im Fachhandel. Hier kannst du dann auch schon die Handhabung und den Einbau ausprobieren.
  • Achte auf die Gurtlänge. Die Gurte sollten möglichst straff am Körper liegen und keine Falten werfen.
  • Beachte die Hinweise und Angaben in der Bedienungsanleitung des Kindersitzes und im Handbuch deines Fahrzeuges.

Den detaillierten Test findest du auf der ADAC-Website. Wenn du dich, dafür interessierst, wie die Kindersitzmodelle in den vergangenen Tests abgeschnitten haben, kannst du dir gerne unsere Blogeinträge zum ADAC Kindersitztest 2022 aus dem diesjährigen Frühjahr und den Test aus dem Jahr 2020 anschauen. Solltest du Fragen haben oder eine Beratung wünschen, schreib uns einfach eine E-Mail unter service@mypram.com oder telefonisch über 033374589923 erreichen.

Wir wünschen dir allzeit gute Fahrt!

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